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Zwei Tage voller Wiener Charme

Artikel vom:
23.07.2007
Quelle:
Der Prignitzer

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3500 Liebhaber der heiteren Muse erlebten in Wittenberge auf der alten Ölmühle an der Elbe die VIII. Elblandgala mit mitreißenden Operetten- und Filmmelodien

Zwei „Rauschende Ballnächte“ haben auf der alten Ölmühle das Publikum verzaubert. Gäste aus der Prignitz, aus Spandau, Delmenhorst und weiter her waren überrascht, ja begeistert, was Wittenberge zu bieten hat.

Wittenberge. Wolfgang Techam hatte bei den Seinen in der AWO-Gruppe in Spandau für einen Ausflug nach Wittenberge geworben. Von den Aufzeichnungen des rbb kannte er die Festspiele. Die Damen und Herren wurden nicht enttäuscht. Als das Ensemble zum Finale am Samstagabend „Wiener Blut“ anstimmte, sangen die Spandauer begeistert mit. Sie erlebten an diesem Abend Champagnerlaune und Wiener Charme – und sie wollen 2008 wieder kommen.

An die 3500 Liebhaber der heiteren Muse kamen in diesem Jahr an zwei Abenden zu den Operettenfestspielen. Das ist Besucherrekord. Eine magische Grenze ist durchbrochen. In den Vorjahren blieb die Besucherzahl unter der 3000er-Marke. Beliebter noch als der Freitag ist beim Publikum der Sonnabend auf der alten Ölmühle. Über 200 Gäste mehr kamen am zweiten Tag, um die bekannten Stars von Theater und Film gemeinsam mit den Preisträgern des Paul-Lincke-Gesangswettbewerbs (übrigens ganz erstklassige Stimmen) zu erleben. Und brav schwenkten die Besucher zum Abschluss die Wunderkerzen, „damit Wittenberge im Fernsehen als Festivalstadt einen guten Eindruck macht“. Der rbb zeichnete an beiden Abenden die „Rauschende Ballnacht“ auf. Am 29. Juli wird ein Verschnitt aus beiden Aufführungen ab 20.15 Uhr in die Wohnzimmer flimmern.

Kálmán auf der Bühne und im Publikum

Glanz verlieh den Festivalabenden nicht allein das Geschehen auf der Bühne, das mit den Auftritten von Johannes Heesters einen ganz großen Höhepunkt hatte. Aus Los Angeles über München war Yvonne Kálmán nach Wittenberge gekommen – um die Operettenfestspiele zu erleben. Die Tochter des bekannten Emmerich Kálmán dürfte mit Freude registriert haben, dass Kompositionen ihres Vaters mit „Gräfin Maritza“, „Zirkusprinzessin“ und „Czardasfürstin“ gleich mehrfach für ein musikalisches Feuerwerk sorgten. Gestern Vormittag traf sich die Kálmán mit den Künstlern, bevor sie wieder abreisen musste.

Wer eingängige Musik und anregende Unterhaltung genießen wollte, hatte am Samstag nicht auf die Show auf der Festspielbühne warten müssen. Zur preußischen Kaffeetafel am Nachmittag gab der Präsident der Elblandfestspiele Michael Hansen den Auftakt mit dem Anschneiden der Torte. Ihm assistierte Moderatorin und Sängerin Marion Sauer, seit 22 Jahren mit Peter Wieland verheiratet und im Kaffeegarten seine Sangespartnerin.

Nicht nur die Profis kamen musikalisch zu Wort. Als Volkskünstlerin, wie Marion Sauer es formulierte, reihte sich Sängerin Gabriele Becker in den Unterhaltungsreigen ein.