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Rückblick: 21. Elblandfestspiele 2022 begeisterten das Publikum

© ContentRoom Medien - Martin Böhrer

Anna Maria Kaufmann ©Anna Maria Kaufmann

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Paul Potts

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Angelo Raciti ©Eduard Lorenz

​Endlich konnten die Elblandfestspiele wieder stattfinden und begeisterten am 8. und 9. Juli mit großem Staraufgebot: Ella Endlich, Paul Potts, Anna Maria Kaufmann, Barbara Helfgott, The Dark Tenor und viele mehr waren zu Gast. Das Repertoire der Abende reichte von Opernmusik bis hin zu Rock und bot für alle Altersklassen eine tolle Show. Die beiden Gala-Abende der 21. Elblandfestspiele wurden vom Filmorchester Babelsberg und Startrompeter Kevin Pabst mit dem Titel „What A Wonderful World“ eröffnet. Insgesamt über 4000 Besucher und Besucherinnen ließen sich verzaubern und unter dem Motto „Cirque de la Musique“ auf ein Fest für Augen, Ohren und Seele mitnehmen.

Die Moderation der Gala-Abende übernahm Publikumsliebling Kim Fisher. Die Künstlerinnen und Künstler wurden musikalisch wieder vom Deutschen Filmorchester Babelsberg unter dem Dirigat von Christian Köhler begleitet. Am Samstag fand auch der Ministerpräsident Dietmar Woidke lobende Worte für die Entwicklung der Stadt und vor allem für die Elblandfestspiele. Der englische Tenor Paul Potts sorgte mit „Nessun Dorma“ von Puccini für Gänsehaut im Publikum und erntete tosenden Applaus. Eine grandiose Bühnenshow lieferten unter anderem auch die „Queenz of Piano“ mit „Eye of the Tiger“. Der Ex-Drummer der Scorpions, Hermann Rarebell, rockte mit seiner neuen Band die Bühne. Kathy Kelly und Jay Alexander überzeugten mehrmals im Duett. Mit Anne Elisabeth Sorbara und Luzia Tietze sangen ebenfalls zwei Preisträgerinnen der Lotte Lehmann Akademie auf der Elblandbühne. Auch das traditionelle Feuerwerk erhellte den Himmel als alle Stars der diesjährigen Elblandfestspiele auf der Bühne gemeinsam den Titel „Wittenberger Luft“ sangen.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) stellt den Mitschnitt der 21. Elblandfestspiele in ihrer Mediathek zur Verfügung: https://www.rbb-online.de/fernsehen/programm/22_07_2022/1787522.html

Die Elblandfestspiele 2023 finden am 7. und 8. Juli 2023 in Wittenberge unter dem Titel „The Golden River – Classics der 20er Jahre“ statt. Der Kartenvorverkauf ist bereits gestartet.

 

Tickets gibt es ab sofort in der Touristinformation Wittenberge unter 03877 9291 -81/-82 oder per E-Mail an touristinfo@kfh-wbge.de.

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The Dark Tenor ©Alexandra Maria Sira

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Ella Endlich

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Queenz of Piano ©Soullution

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Kevin Pabst ©Johann Frick

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Kim Fischer ©Martin Jehnichen

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Barbara Helfgott ©Soullution

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Luzia Tietze ©Theresa Rothwangl

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für die Elblandfestspiele

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Elbland Open Air

 

Bereits am Donnerstag, den 7. Juli 2022 fand das erste Mal das „Elbland Open Air“ in Wittenberge an der Alten Ölmühle statt. Zahlreiche Schlagergrößen sind an diesem Abend auf der Elblandbühne aufgetreten: Angelo Kelly und Family, Giovanni Zarella, Ella Endlich, Ireen Sheer, City und viele mehr. Das Open Air wurde vom rbb aufgezeichnet und am 29.07.2022 um 20.15 Uhr im rbb übertragen. Gäste konnten sich auf einen spektakulären Showabend freuen mit einem einmaligen Line-Up und großartigen Künstler:innen.

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Festspielwoche 2022

Wie in einem neorealistischen Film, nur in Farbe - das „Palace Pier Brighton“ für 8 Tage vor unserer Haustür.

 

Eine Industriebrache in der Ex-DDR, auf deren aneinander geflickten, vom Wind leergefegten Betonflächen, wo sonst nur die Krähen um die Walnusshälften streiten, stehen auf einmal artig aneinandergereiht fünf aus der Zeit gefallene Jahrmarkts-Attraktionen.

Allesamt wohl lange vor dem letzten großen Krieg gebaut, haben und wurden sie überlebt, sind auf einmal da, wie aus dem Nichts, in warmen Farben bunt erleuchtet, prunkvoll überladen und ebenso einladend im Dunkel einer lauen Sommernacht mit Halbmond.

 

Am Eingang, seltsam surreal, ein Karussell ohne Motor und ohne Fahrgäste, die Plattform frei aufgehängt und mit Tischchen, Holzstühlen und einer Bank bestückt - eine Weihnachtspyramide für das ganze Jahr, begehbar, zu besetzen. In deren Mitte zwei Musiker: ein Kontrabass und ein Akkordeon. Der dritte der ‚schein-heiligen drei Könige‘ - stakt, nachdem er uns wortgewandt zu einer Mitfahrt überredet hat, mit einer Stange das Gefährt in rasche Bewegung. „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins …“. Das stimmt fast, es ist knapp 23 Uhr und irgendwie das Einzige, was hier richtig zu sein scheint. Unwirklich - wir sind ganz allein auf diesem weiten Platz, die Fahrgeschäfte wurden nur für unsere vier Augen aufgebaut, nur wir sind eingeladen. Die Lichtergirlanden strahlen in dem hellsten Glanz, den wir seit Kindertagen gesehen haben und auch unser Staunen war seit dieser Zeit nicht mehr so unbefangen, wie gerade jetzt.

 

Eine Geisterbahn? Wirklich! Dass es so etwas noch gibt. Die große Front mit den wildesten Kreaturen und Szenen bemalt und davor die Gleise mit den alten knorrigen Zweisitzern zwischen dem Höllenschlund, der sie verschlingen wird und dem Ofenloch, das sie wieder ausspuckt. Diese Fahrt muss einfach sein und tatsächlich fährt kindliche Furcht vor dem Unbekannten in unserem Wagen mit - auch das vergeht wohl nie. Das obligatorische Gerippe aus Pappmaché, Monstren, Mutationen … und natürlich steht kurz vor dem Ausgang der nette junge Mann, mit dem wir uns eben noch so interessant über dieses bestaunenswerte Relikt unterhalten haben, lässt Fäden wie Spinnweben über unsere Gesichter gleiten - wir können ihm verzeihen.

 

Die Figuren einer Jahrmarktsorgel winken uns zu.

Das Spielwerk ist aus, kein buntes Lämpchen blinkt. Vielleicht wäre es zu laut und grell und würde den Zauber vertreiben. Aber schade ist es doch …

 

Dann ein Kinderkarussell, echt wie es nicht echter sein könnte.

Die groben Eisenteile der Wagen und Antriebe arbeiten aufeinander und verschleißen sich in Schlosserei-Geruch. Andere sind dick mit Generationen von Farbschichten überzogen, die Schrauben eingewachsen. Der überbordende Rummelbuden-Barock ist so üppig, dass das Auge die Details gar nicht alle erfassen kann. Die Galerie - eine Bilderwelt von Kitschpostillen: Burgen, Schlösser, Stadtansichten. An den Pfeilern Amoretten und weibliche Exotik verheißende Fortunen mit Palmwedeln und Posaunen.

Die Kassiererin, mit einem eleganten braunen Hut geschmückt, dreht an einer Kurbel rechts neben sich und versucht uns das Geheimnis des ‚Salzwasseranlassers’ und seiner ‚sanften Anlauf-Geschwindigkeit‘ zu erklären - zwecklos, wir wollen gar keine ernüchternde Entzauberung.

Ganz aus Holz: die geschnitzten Pferde, ein Hirsch, ein Elefant - alle tragen Namen, schaukelnde Schiffchen und noch kein einziges Automobil in diesem Reigen, dafür zwei runde Gondeln mit Baldachinen. Davon wählen wir eine und sogleich beginnen die Tiere vor uns herzulaufen. Ein befrackter Herr mit Fliege versetzt uns von Hand in schnelle Drehung, bemüht, seinem weiblichen Fahrgast ein Jauchzen zu entlocken.

 

Wir stolpern weiter, nicht nur von der Drehbewegung irritiert.

Eine Berg- & Talbahn wartet auf uns - es bedarf keiner Bitte. Das winzige Kassenhäuschen ist unbesetzt und wir wanken auf den direkt an der Bahn auf einem Wellenberg liegenden Steuerstand zu. Hier residiert eine aparte Dame, auch ‚wohl-behütet‘, angenehm nahbar und sie verkauft uns die Karten - liebevoll alte Pappmarken, wächsern abgegriffen und mit dem verheißungsvollen Aufdruck „Fahrt ins Paradies“ versehen. Der wie für ein Abendbankett gekleidete, groß gewachsene Herr mit Zylinder fordert sie uns leider gleich wieder ab, begibt sich in eine mit seltsam gestriger Technik gefüllte Nische und sucht aus unzähligen Schallplatten, meist Singles, etwas von Elvis aus, um es aufzulegen. Als wenn das der Mühe nicht genug wäre, nimmt er ganz selbstverständlich ein bereitstehendes Saxophon und spielt zu unserer Reise ein Instrumental - nur für uns. Nach einer zweiten Schnellrunde als Zugabe entlässt er uns mit einer persönlichen Anrede in die stille dunkle Nacht.

 

Wir sind fest davon überzeugt, das die drei Zauberer vom Eingang diese Welt nur für einen Traum erschaffen haben und wenn wir uns umdrehen, werden wir aufwachen und nur der Halbmond wird noch da sein, wo er war und wo er hingehört.

 

… nur Phantasie - aber von Euch inspiriert. Habt ganz herzlichen Dank dafür!

 

Rückblick der Familie Krenzer

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ANFAHRT

Mit dem Auto:

  • aus Berlin kommend über die A 24, Ausfahrt (19) Pritzwalk

  • aus Hamburg/ Rostock kommend über die A 14: Ausfahrt (14) Karstädt

  • aus Richtung Magdeburg kommend über B 189

Mit der Bahn:

Wittenberge ist erreichbar ...

  • stündlich aus Berlin, Nauen und Neustadt (Dosse) mit der Linie RE2

  • stündlich aus Wittstock (Dosse), Pritzwalk und Perleberg mit der Linie RE6

  • stündlich aus Ludwigslust der Linie RE2 oder dem Fernverkehr ICE/ IC

  • zwei-(stündlich) Stendal und Osterburg mit der Linie S1 aus Sachsen-Anhalt

 

Zusätzliche zur Abreise ab Wittenberge werden folgende Fahrten angeboten:

  • 00:06 Uhr mit der Linie RE2 nach Berlin Ostkreuz,

  • 00:06 Uhr mit der Linie RE6 nach Pritzwalk,

  • 00:07 Uhr mit der Linie S1 nach Stendal Richtung Sachsen-Anhalt und

  • 00:09 Uhr mit der Linie RE2 nach Ludwigslust.

Festspielgelände: Alte Ölmühle, Bad-Wilsnacker-Str. 52, 19322 Wittenberge